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Freitag 24. März 2017 14:00Alter: 151 days

Tuberkulose ist auch in der Schweiz noch aktuell

Mit schätzungsweise 1,8 Millionen Toten im Jahr 2015 ist Tuberkulose weltweit eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. In der Schweiz ist Tuberkulose zwar selten geworden, dennoch ist sie nicht zu vernachlässigen: 2016 wurden in der Schweiz 620 neue Fälle gemeldet, 15 Personen davon erkrankten an einer multiresistenten Tuberkuloseform. Eine kürzere Behandlungsdauer im Vergleich zur bisherigen ist Thema am Tuberkulose-Symposium vom 23. März.

Vor 135 Jahren entdeckte der deutsche Bakteriologe Dr. Robert Koch das Mycobacterium tuberculosis. Erst die Behandlung mit Antibiotika 20. Jahrhundert führte zu einem Rückgang der Tuberkulose. Wer nun aber glaubt, Tuberkulose existiere nur noch in Thomas Manns «Zauberberg», irrt: Weltweit sterben jährlich 1,8 Millionen Menschen daran. Damit ist die über die Luft von Mensch zu Mensch übertragene Krankheit immer noch eine der tödlichsten Infektionskrankheiten.
 
In der Schweiz wurden im Jahr 2016 gemäss den Statistiken des Bundesamts für Gesundheit 620 neue Fälle gemeldet. Trotz dieser relativ tiefen Zahl, die aber im Vergleich zu den Vorjahren leicht gestiegen ist, darf die Tuberkulose nicht aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden. Denn für eine rasche Heilung sind eine frühzeitige Diagnose und eine korrekte Behandlung unabdingbar. Zudem sind die herkömmlichen Therapien nicht für alle Tuberkuloseformen wirksam: Weltweit steigt die Zahl der multi- und ultraresistenten Tuberkulosefälle. Da diese Erreger gegen die wirksamsten Medikamente resistent sind, können Betroffene nur noch mit ineffizienteren und schlecht tolerierten Medikamenten behandelt werden. Mit 15 an multiresistenter Tuberkulose erkrankten Personen im vergangenen Jahr ist die Zahl solcher Fälle in der Schweiz zwar noch immer tief, jedoch etwa doppelt so hoch wie noch vor fünf Jahren.
 
Hoffnung auf neue Therapien
Die multi- und ultraresistenten Tuberkuloseformen (MDR/XDR-TB) sind einer der Schwerpunkte des diesjährigen Tuberkulose-Symposiums, welches das «Kompetenzzentrum Tuberkulose» organisiert. Es findet am 23. März, einen Tag vor dem Welt-Tuberkulose-Tag, in Magglingen statt. Experten aus der ganzen Schweiz referieren unter anderem über die Epidemiologie der multi- und ultraresistenten Tuberkuloseformen sowie die Hoffnung auf neue, kürzere Therapien.
Einen zweiten Schwerpunkt bilden die praktischen Erfahrungen in der Begleitung und Betreuung von infizierten und an Tuberkulose erkrankten Personen.

 


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