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Meist wird die Krankheit aufgrund einer Röntgenaufnahme der Lunge diagnostiziert, welche eine Entzündung und Gewebsverlust («Kavernen») aufdeckt. Die Bilder alleine gelten jedoch nicht als sicherer Tuberkulosenachweis, da andere Krankheiten, wie beispielsweise Lungenkrebs ähnliche Bilder bieten. Die definitive Diagnose erfolgt nur durch eine mikroskopische Untersuchung des Schleimauswurfs, welcher im Krankheitsfall Bakterien aufzeigt. Der Schleimauswurf wird unter geeigneten Bedingungen kultiviert und zeigt nach mehreren Wochen ein typisches Bakterienwachstum auf. In bestimmten frischen oder kaum entwickelten Fällen deckt die mikroskopische Untersuchung des Schleimauswurfs keine Keime auf, und hier kann nur die Kultur den klaren Beweis für eine Krankheit stellen.
Die Tuberkulose kann auch andere Organe befallen, im Speziellen sind dies die Lymphdrüsen, Knochen, Gelenke, Gedärme, Hirnhaut und das Nervensystem. Die Krankheitssymptome hängen von den betroffenen Organen ab. Die Diagnose kann sich als sehr schwierig erweisen, wenn eine mikroskopische Untersuchung nicht durchgeführt werden kann.
Tuberkulose ist in der Schweiz eine seltene Krankheit geworden: Pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner erkranken jährlich weniger als zehn Personen, und es stirbt praktisch niemand mehr daran. Noch vor einem Jahrhundert starben bei uns in den meisten westlichen Ländern jedes Jahr vier von tausend Personen an Tuberkulose, hauptsächlich junge Erwachsene. Die Verbesserung der Lebens- und Hygienebedingungen und die Einführung wirksamer Behandlungen haben die Situation grundlegend verändert.
Und dennoch bleibt das Problem Tuberkulose bestehen. Weltweit bleibt die Tuberkulose eine der häufigsten und schlimmsten Infektionskrankheiten. Jährlich treten acht Millionen neue Fälle auf; ungefähr drei Millionen Menschen sterben an der Krankheit. In der Schweiz sind meist ältere oder an einer chronischen Krankheit leidende Personen betroffen und ebenso Immigranten, Randgruppen sowie ihre Pflegepersonen.
Das Bundesamt für Gesundheit, die Lungenliga Schweiz, die Kantonsärztinnen und Kantonsärzte sowie die gesamte Ärzteschaft arbeiten zusammen, um Tuberkulosefälle zu erkennen und zu behandeln.
Tuberkulin wird in einem komplexen chemischen Verfahren aus Kapseln von getöteten Mykobakterien (durch Erhitzung) gewonnen. Das Tuberkulin beseteht also aus toten Organismen.
Systematische Früherkennungskontrollen im grossen Stil, z.B. in Form von Schrimbildaufnahmen oder Routine-Tuberkulintesten bei Kindern oder gesunden Personen, machen in der Schweiz wegen der Seltenheit von Tuberkulosefällen keinen Sinn.
Vielmehr werden Früherkennungstests auf Personen beschränkt, die mit Tuberkulosekranken in Kontakt gestanden haben (Familie, Bekannte, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Pflegepersonal). Asylbewerberinnen und Asylbewerber werden an der Grenze zur Tuberkulose befragt und wenn notwendig weiter ärztlich untersucht. So kann eine erforderliche Behandlung schnell beginnen und Keimübertragungen an Betreuerinnen oder Betreuer und die örtliche Bevölkerung vermieden werden.
Lungenkrankheiten und Atembehinderungen nehmen in den Industrieländern ständig zu. Zudem treten sie selten alleine auf: Mit einer Lungenkrankheit sind oft soziale und psychische Probleme und in manchen Fällen einschneidende Folgen für Beruf und Privatleben der Betroffenen verbunden. In Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten leistet die Lungenliga Schweiz Hilfe für Menschen, die an einer Lungenkrankheit, Atembehinderung und an Tuberkulose leiden. Sie setzt sich insbesondere dafür ein, dass die Betroffenen:
Die Betroffenen und deren Angehörige erhalten in den rund 150 Zentren der Lungenliga gezielte Hilfe und Unterstützung für ihre spezifischen Bedürfnisse. Das Angebot der Lungenliga umfasst:
Die Arbeit der speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lungenliga ist nur möglich dank der grosszügigen Unterstützung von Spenderinnen und Spendern. Mit Ihrer Spende helfen Sie Lungenkranken in der Schweiz und unterstützen die Forschung zur Früherkennung von Lungenkrankheiten und für neue Therapien. Herzlichen Dank!
In der Schweiz, in der Tuberkulosefälle immer seltener werden und wo Medizinerinnen und Mediziner sowie Spitäler über die nötigen Medikamente zur Behandlung verfügen, ist die Krankheit unter Kontrolle.
Das Bundesamt für Gesundheit hat es sich zum Ziel gesetzt, die Krankheitsfälle zu senken und resistenten Tuberkulosefällen und Rückfällen vorzubeugen. Die für die Durchführung der Vorsorgemassnahmen verantwortlichen Fachleute und die kantonalen Ligen bemühen sich darum, die Krankheit unter Kontrolle zu halten, indem die richtige Behandlung der erkrankten Personen bis zur vollständigen Genesung sicher gestellt wird, wenn nötig auch durch Verabreichung der Medikamente an die Kranken unter Aufsicht einer Drittperson (direkt überwachte Behandlung), und durch die Suche nach infizierten Personen in ihrem Umfeld (Umgebungsuntersuchungen).
Weltweit ist die Tuberkulose noch in sehr vielen Ländern verbreitet. Jährlich werden ungefähr acht Millionen Personen angesteckt, bei rund drei Millionen endet die Krankheit tödlich. Die international in der Tuberkulosebekämpfung aktiv tätigen Organisationen (Weltgesundheitsorganisation, Internationale Vereinigung gegen Tuberkulose) haben die Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung definiert.
Diese ist auch in Ländern mit schwacher Wirtschaftskraft durchführbar, doch stellen das demographische Wachstum, vermehrt auftretende AIDS-Fälle, soziale und politische Missstände, fehlende Unterstützung der Gesundheitsbehörden und öffentliches Desinteresse Stolpersteine bei der rigorosen Durchführung solcher Programme dar. Die Situation ist paradox: Eine einfach heilbare Krankheit, deren Herkunft und Behandlung bekannt sind, trifft weiterhin eine steigende Anzahl von Personen.
Ein schwerwiegendes Problem ist zudem, dass in bestimmten Ländern eine grosse Anzahl erkrankter Menschen an Tuberkuloseformen leidet, die von einem gegen die Medikamente resistenten Keim verursacht sind, und dass seit mehreren Jahren kein neues wirksames Medikament auf dem Markt eingeführt wurde. Die Ausbreitung dieser sogenannten resistenten Formen von Tuberkulose könnte einen Rückschritt in jene Zeit bedeuten, in der es noch keine Antituberkulose-Medikamente gab.
Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, welche auf eine langsam wachsende Bakterie (Mycobacterium tuberculosis) zurückgeht. Die Bakterie entwickelt sich normalerweise in der Lunge eines kranken Menschen. Durch Husten werden mikroskopisch kleine, keimenthaltende Speicheltröpfchen und Absonderungen in die Luft befördert, welche dort minutenlang ausharren können.
Wenn diese Tröpfchen in die Atemwege einer gesunden Person gelangen, können sich die darin enthaltenden Bakterien langsam entwickeln und so die Krankheit bei der neuen Trägerin oder dem neuen Träger auslösen. Bei ungefähr 10% der Personen, die Bakterien auf diese Weise eingeatmet haben, entwickelt sich eines Tages – oft erst Jahre nach der Ansteckung – Tuberkulose. Die anderen 90% erkranken nicht, tragen aber eine Erinnerung an den Kontakt mit sich, was sich im Tuberkulintest als positive Reaktion zeigt.
Die Entwicklung der Bakterien in den Lungen ruft ähnliche Reaktionen wie bei einer Lungenentzündung hervor: anhaltender Husten, gefärbter, oft blutiger Schleimauswurf, Fieber, Müdigkeit, Schmerzen beim Atmen. Die Krankheit entwickelt sich normalerweise langsam, über mehrere Wochen oder Monate. Die meisten Erkrankten verlieren Gewicht.
Die Tuberkulose wird mit speziellen Antibiotika behandelt, welche nur auf die krankheitserregenden Keime wirken. Trotz der medizinischen Fortschritte bleibt die Behandlung aber langwierig: 1950 dauerte sie mindestens zwei Jahre, 1970 achtzehn Monate und 1980 ein Jahr; momentan rechnet man noch mit sechs Monaten. Die Antibiotika müssen -einmal am Tag oder dreimal wöchentlich - peinlich genau eingenommen werden. Die kranke Person muss regelmässig von einer oder einem in der Tuberkulosebehandlung erfahrenen Ärztin oder erfahrenen Arzt untersucht werden; diese kontrollieren den Fortschritt der Genesung und die Verträglichkeit der Medikamente.
Um eine Resistenz der Bakterien zu verhindern, müssen die Medikamente immer in kombinierter Form und in ausreichender Menge eingenommen werden (drei bis vier Medikamente am Anfang der Behandlung, danach zwei). Behandlungsunterbrüche, Fehler in der Dosierung und Verwechslung von Medikamenten können zu der sehr gefürchteten Entwicklung antibiotikumresistenter Bakterienstämme führen.
Kranke Personen mit bakterieninfiziertem, und somit ansteckendem Schleimauswurf werden zu Beginn der Behandlung meist in Spitälern isoliert, und zwar so lange, bis der Auswurf keine Keime mehr enthält. Kranke Personen, die nur an einer leichten Tuberkulose leiden und deren Auswurf keine Bakterien enthält, oder solche, die an Tuberkulose auf einem anderen Organ leiden, werden nur hospitalisiert, wenn ihr Zustand dies erfordert (z.B. wenn sie an einer anderen Krankheit oder einer schweren Tuberkuloseform leiden).
Nachdem sich der Zustand der Patientin oder des Patienten verbessert hat und die Keimzahl abgenommen hat, erfolgt die weitere Behandlung ambulant. Nach einigen Behandlungswochen können die meisten Erkrankten ihre berufliche Tätigkeit und ihre Freizeitbeschäftigung wieder aufnehmen, ohne andere Personen zu gefährden.
Die in den Dreissigerjahren eingeführte BCG-Impfung (Bacillus Calmette-Guérin), die in Ländern verwendet wird, wo häufig Kinder angesteckt werden, vermindert bei Kindern das Tuberkulose-Sterberisiko.
Die Wirksamkeit der Impfung bei Erwachsenen wird jedoch bezweifelt und gilt als unnütz in Ländern, in welchen sich Kinder nur noch selten anstecken.
Heutzutage erlaubt der allgemeine Rückgang dieser Krankheit in der Schweiz, auf diese Impfung bei Kindern schweizerischer Eltern zu verzichten. Ausnahmen bilden spezielle Risikosituationen, entweder in der Familie oder in Verbindung mit künftigen Aufenthalten in Ländern, wo die Tuberkulose häufig ist.
Die BCG-Impfung wird deshalb in der Schweiz und in den meisten westlichen Ländern nur noch bei Neugeborenen und Kleinkindern empfohlen, deren Eltern aus Ländern stammen, in denen die Tuberkulose noch häufig vorkommt (Afrika, Asien, Südamerika, Osteuropa), das Infektionsrisiko erhöht bleibt und die möglicherweise in diese Länder zurückkehren. Die Impfung wird im Spital kostenlos durchgeführt.
Nur Personen, die engen Kontakt mit einem an Tuberkulose erkrankten Menschen gehabt haben, können selber erkranken. Meist werden Kinder angesteckt, deren Eltern oder Grosseltern an einer Tuberkulose gelitten haben. Eine erkrankte Person kann aber auch seine Partnerin oder seinen Partner, Freunde, Bekannte oder Pflegepersonal anstecken.
Schätzungen zufolge genügt für eine Ansteckung ein rund zweistündiger Aufenthalt mit einer erkrankten Person in einem ungelüfteten Raum. Aussergewöhnlich ist eine Ansteckung im Freien oder bei kurzem Kontakt. Bei einer erkrankten Person, die sich einer angepassten Antibiotikumtherapie unterzieht und nicht mehr hustet, ist eine Ansteckung höchst unwahrscheinlich. Deshalb stellt eine Patientin oder ein Patient, der aus dem Spital entlassen wurde, keine Gefahr mehr für sein Umfeld dar, vorausgesetzt er führt die Behandlung bis zu seiner vollständigen Genesung fort.
Unter den infizierten Personen entwickelt später nur eine Minderheit (rund 10%) Tuberkulose. Das Risiko erhöht sich, wenn die infizierte Person eine unzureichende Immunabwehr aufweist (z.B. bei HIV-Infektion, langanhaltender Kortisonbehandlung, krebsbekämpfender Chemotherapie, Diabetes, Alkoholmissbrauch).
Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tuberkulosebakterien (Mycobacterium tuberculosis) verursacht wird. Die häufigste Form ist die Lungentuberkulose (ca. 70%). Andere Formen wie z.B. Lymphknoten- oder Knochentuberkulose sind nicht ansteckend.
Eine latente tuberkulöse Infektion bedeutet, dass eine Person irgendwann in ihrem Leben mit Tuberkulosebakterien in Kontakt gekommen ist und sich dadurch angesteckt (infiziert) hat. In diesem Stadium ist die Person weder krank noch ansteckend. Die meisten infizierten Personen (ca. 90%) erkranken nie an Tuberkulose.
Man spricht von einer Erkrankung, wenn sich die Bakterien in der Lunge vermehren. Dies kann nach Monaten oder Jahren nach der Infektion erfolgen. Über die Blutbahnen können sich die Tuberkulosebakterien auch im übrigen Körper verbreiten (z.B. Lymphknoten, Zentralnervensystem, Knochen). Diese Formen der Tuberkulose sind nicht ansteckend. Die Tuberkulose ist gefährlich, vor allem für kleine Kinder und immungeschwächte Personen. Die Tuberkulose ist heute gut heilbar, wenn sie richtig behandelt wird.
Häufig beginnt die Erkrankung mit wenigen Beschwerden. Zu diesen gehören: Husten (manchmal mit Blutbeimengungen), Müdigkeit, leichtes Fieber und Schwitzen in der Nacht. In einem weiteren Stadium können andere Symptome auftreten wie: Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und Schmerzen in der Brust.
Man spricht von einer ansteckenden Lungentuberkulose, wenn die Erkrankung in der Lunge so weit fortgeschritten ist, dass die erkrankte Person Tuberkulosebakterien beim Husten (allenfalls Niesen) ausscheidet. Erst in diesem Stadium der Erkrankung kann die erkrankte Person die Tuberkulose übertragen und andere Mitmenschen anstecken.
Eine Person mit ansteckender Lungentuberkulose wird im Spital oder zu Hause isoliert, d.h., sie wird von ihrer Umwelt abgeschirmt. Sie bleibt so lange isoliert, bis sie nicht mehr ansteckend ist. In der Regel dauert dies zwei bis drei Wochen. Danach ist sie nicht mehr ansteckend. Sie muss aber unter ärztlicher Kontrolle die Therapie insgesamt sechs Monate oder länger bis zur vollständigen Heilung fortsetzen.
Ja, denn die früher regelmässig durchgeführten Impfungen gegen Tuberkulose (BCG) bieten nur einen sehr beschränkten Schutz.
Die Fachstelle Tuberkulose der kantonalen Lungenliga Ihres Kantons bietet Ihnen kostenlose Beratung und Information zu allen Fragen der Tuberkulose an. Wer engen Kontakt zu einer an ansteckender Lungentuberkulose erkrankten Person hatte, kann mit der Fachstelle Tuberkulose einen Termin vereinbaren, um sich zu informieren und testen zu lassen, ob sie angesteckt wurde.
Sie müssen nichts Weiteres unternehmen, denn es besteht für Sie keine Gefahr. Solche Formen von Tuberkulose sind nicht ansteckend, denn es werden von der erkrankten Person keine Tuberkulosebakterien über die Luftwege ausgeschieden.
Eine Ansteckung kann mit einem Tuberkulinhauttest oder einem Bluttest (auch Gamma-Interferon-Test genannt) nachgewiesen werden. Informationen über die Testverfahren und die Interpretation der Testresultate können Sie bei der Fachstelle Tuberkulose Ihrer kantonalen Lungenliga anfragen.
Die Tuberkulosebakterien vermehren sich nur sehr langsam und die Entwicklung einer immunologischen Reaktion dauert mehrere Wochen. Ob eine Ansteckung erfolgte, kann darum erst nach acht Wochen nachgewiesen werden. Bei Kindern unter zwölf Jahren ist die Gefahr jedoch grösser, dass sie gefährliche Tuberkuloseformen entwickeln. Zudem kann sich die Krankheit in diesem Alter schneller entwickeln. Deshalb wird bei ihnen sicherheitshalber ein erster Test bereits sofort nach dem letzten Kontakt durchgeführt und - je nach Testresultat - nochmals nach acht Wochen.
Ein positives Testresultat bedeutet, dass ein Kontakt mit Tuberkulosebakterien stattgefunden hat. Die Fachstelle Tuberkulose wird Sie und Ihren Arzt darüber informieren, mit der Bitte, einen Termin für weitere Abklärungen (Röntgenbild etc.) zu vereinbaren, um eine Tuberkuloseerkrankung auszuschliessen oder zu bestätigen.
Nein! Eine Ansteckung bedeutet weder, dass man an Tuberkulose erkrankt ist, noch dass man ansteckend ist. Bei einem positiven Bluttest sind darum Ihre Bezugspersonen nicht gefährdet.
Das Bakterium wird vom Immunsystem in Schach gehalten. Es befindet sich in einer Art „Schlafzustand“. 90% aller angesteckten Personen entwickeln keine Tuberkulose. 10% entwickeln eine Tuberkuloseerkrankung. Davon entwickelt die Hälfte eine Tuberkuloseerkrankung innert zwei Jahren, die andere Hälfte später in ihrem Leben. Das Risiko erhöht sich, wenn eine unzureichende Immunabwehr vorliegt (z.B. bei HIV-Infektion, lang anhaltender Kortisonbehandlung, immunsupprimierender Chemotherapie, Diabetes, Alkohol- und Tabakmissbrauch).
Eine nachgewiesene Ansteckung wird mit einem Antibiotikum behandelt. Je nach Antibiotikum dauert dies zwischen vier und neun Monate. Die Behandlung wird empfohlen, weil sie das Risiko deutlich reduziert, später eine Tuberkuloseerkrankung zu entwickeln. Ob eine solche Behandlung durchgeführt wird, entscheidet die angesteckte Person zusammen mit dem behandelnden Arzt, der behandelnden Ärztin.
Die Kostenübernahme im Bereich Tuberkulose ist kantonal unterschiedlich geregelt. Die Fachstelle Tuberkulose Ihrer kantonalen Lungenliga informiert Sie gerne über die in Ihrem Kanton geltenden Bestimmungen.
Ja, das Kompetenzzentrum Tuberkulose der Lungenliga Schweiz, welches im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit nationale Aufgaben wahrnimmt. Weiterführende Informationen sind auf der Internetseite www.tbinfo.ch zu finden.
Wenn eine Tuberkulose diagnostiziert wurde, müssen dies der behandelnde Arzt, die behandelnde Ärztin und das Labor dem Kantonsarzt, der Kantonsärztin des Wohnsitzkantons der erkrankten Person melden. Der Kantonsarzt, die Kantonsärztin entscheidet aufgrund der Untersuchungsergebnisse, ob eine Umgebungsuntersuchung durchzuführen ist. Dies ist der Fall, wenn es sich um eine ansteckende Lungentuberkulose handelt. Liegt eine solche vor, wird die Fachstelle Tuberkulose der zuständigen kantonalen Lungenliga mit der Durchführung einer Umgebungsuntersuchung beauftragt. Diese nimmt mit der erkrankten Person Kontakt auf. Gemeinsam wird eine Liste von Kontaktpersonen erstellt, die ein Ansteckungsrisiko haben. In der Regel sind dies Familienmitglieder, Wohnpartner, Arbeits- oder Freizeitkollegen. Diese Personen werden anschliessend informiert, und es wird getestet, ob sie angesteckt wurden.
…Tuberkulose eine Infektionskrankheit ist, welche dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldet werden muss?
…sich in der Schweiz die Zahl der neuen Tuberkulosefälle in den letzten Jahren zwischen 500 und 550 pro Jahr eingependelt hat?
…die Tuberkulose in der Schweiz gut behandelbar ist, sofern die Medikamente gemäss den Empfehlungen der Lungenliga Schweiz und des BAG eingenommen werden?
…jedes Jahr weltweit (vor allem in Entwicklungsländern) rund 1,8 Millionen Menschen an Tuberkulose sterben?
Keine Artikel in dieser Ansicht.
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