Die Lungenliga Schweiz koordiniert, im Rahmen eines Leistungsvertrages mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), den Aufbau eines "Kompetenzzentrum Tuberkulose".
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts starben in der Schweiz noch rund 9’000 Personen an Tuberkulose. Wegen der stark verbesserten Therapie- und Vorsorgemassnahmen konnte in den letzten Jahrzehnten die Anzahl der Erkrankungen in der Schweiz ständig verringert werden. In den letzten drei Jahren konnte sie gar auf weniger als 700 Erkrankungen pro Jahr stabilisiert werden. Warum also ein Kompetenzzentrum Tuberkulose aufbauen?
Auch wenn die Tuberkulose aus medizinischer Sicht eine Randerscheinung sein mag, so ist sie doch immer noch präsent. Neue Herausforderungen kommen dazu wie zum Beispiel der Vormarsch der Tuberkulose in Osteuropa und resistente Formen von Tuberkulose- bakterien. Zudem ist die Tuberkulose weltweit gesehen immer noch die häufigste Infektionskrankheit. Jährlich sterben drei Millionen Menschen an Tuberkulose. Es ist daher notwendig, den Kampf gegen die Tuberkulose konsequent fortzusetzen. Es ist wichtig, erworbenes Wissen und Können sowie gemachte Erfahrungen zu identifizieren und zu bewahren. Die wichtigsten Wissensträger sind die spezialisierten Mitarbeitenden der kantonalen Lungenligen und die Fachärztinnen und Fachärzte. Mit ihrer Unterstützung baut die Lungenliga Schweiz das Kompetenzzentrum Tuberkulose etappenweise auf.
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